Leben mit Immundefekt / Hafer, Hanf und Cannabis

CBD-Marktanalyse

Stephan

Herstellung-Vermarktung-Vertrieb

Liebe Leserinnen und Leser, liebe CBD,- und Hanfinteressierte, CBD- (bzw. Cannabidiol-) Produkte sind derzeit der absolute Renner, ein echtes Trendprodukt und nicht mehr vom Markt wegzudenken. Genaugenommen ist das Angebot mittlerweile so groß, dass man als potenzieller Anwender schnell den Überblick verlieren kann. In den sozialen Netzwerken gibt es unzählige Gruppen, Seiten und Beiträge zu den unterschiedlichen Cannabidiol-Produkten der verschiedenen Hersteller. In den seltensten Fällen sind die Informationen, die man bekommt auch wirklich neutral, denn wenn wir mal ehrlich sind, am Ende wollen eine Menge Menschen ein Stück vom großen Hanfkuchen abbekommen. Warum also sollte ein Vertriebler oder eine Vertrieblerin auch nur ein positives Wort über andere Produkte verlieren?

Was soll man also machen, bei dieser großen Auswahl und ohne große Vorkenntnis? Das meistverkaufte Produkt nehmen oder sich für eine sehr bekannte Marke entscheiden? Soll ich das günstigste oder das teuerste CBD erwerben… und wo sind überhaupt die Unterschiede?

Meine Intention

Der Gedanke hinter diesem Beitrag ist, wie bei allen meinen Beiträgen, die Aufklärung und der Schutz von Menschen in Notsituationen. Leider vergessen die meisten Unternehmerinnen und Unternehmer in der Hanfbranche, dass die Produkte für viele – ja sehr viele Menschen – nicht mehr und nicht weniger sind als ein letzter Strohhalm, nach dem es sich zu greifen lohnt. Man kann auch gut über die Marktsituation und über die bestehenden Probleme der Vermarktung sprechen, ohne jemanden dabei schlecht zu machen.

Ich versuche euch die passenden Informationen und Hintergründe an die Hand zu geben, damit ihr selbst entscheiden könnt, welches Produkt am Ende erworben werden kann ohne im Nachhinein ein böses Erwachen zu erleben.

Fragen

Um herauszufinden ob ein bestimmtes Produkt auch wirklich gut ist, muss man sich ein paar Fragen stellen. Gut ist nicht für jeden das Gleiche und auch die Auswahlkriterien von potenziellen Käuferinnen und Käufern unterscheiden sich stark. Deshalb macht es Sinn einmal Abstand von den eigenen Schubladen zu nehmen und objektiv an die ganze Sache ran zu treten.

Mein Anspruch

Um sagen zu können, wie gut ein Produkt oder ein Hersteller abschneidet, benötigt man unterschiedliche Kriterien welche über den Beliebtheitsgrad und den Preis hinaus gehen.
Auf folgende Punkte habe ich deshalb mein Augenmerk gelegt:

Unternehmen

Hinter jedem Produkt stehen ein Unternehmen und eine bestimmte Art und Weise, wie sich selbiges nach außen hin präsentiert.  Es gibt einige Firmen, die um den Trend zu bedienen, ein CBD-Produkt im Sortiment haben ohne irgendeinen Bezug zur Thematik aufweisen zu können. Es gibt Hersteller, die komplette Produktlinien kopieren und es gibt Vertreiber, welche Fremdprodukte sogar als eigene anpreisen.
Da lohnt sich schon ein Blick auf die Website des Anbieters um zu erkennen, was genau dieses Unternehmen darstellen will.

Herstellung und Transparenz

Die Herstellungsverfahren und die gesamte Produktionskette sollten transparent und nachvollziehbar sein. Änderungen müssen offen und intensiv kommuniziert werden. Auch wenn es sich insbesondere bei CBD-Ölen und Extrakten um Naturprodukte handelt, die in Farbe und Beschaffenheit schon mal Unterschiede aufweisen können, sollte dasselbe Produkt doch auch immer eine möglichst gleichbleibende Qualität aufweisen. Wenn plötzlich massenhaft Meldungen laut werden, dass ein bestimmtes Produkt nicht mehr wirkt oder völlig anders ist als vorher, dann hat der Hersteller wohl die Produktion geändert und dies nicht dementsprechend kommuniziert. Wenn ein Unternehmen die Produkte schnell hintereinander ändert oder offen kommuniziert zur alten Produktionsweise zurückkehrt, dann ist am ehesten ein gescheiteter Einsparversuch dafür verantwortlich und nicht irgendwelche Verbesserungen am Herstellungsverfahren.

Vertrieb

Es kommt immer auf das „Wie“ an, so hat man es mir schon als Kind beigebracht. Die Art wie Produkte vertrieben und angepriesen werden sagt unglaublich viel über das Unternehmen aus, welches dahintersteckt. So gibt es auch im Bereich von CBD- und Hanfprodukten unlauteren Wettbewerb, juristisch fragliche Vertriebsstrukturen bis hin zu Verstößen gegen das Heilmittelwerbegesetz. Doch selbst wenn sich Verkäufer an die gesetzlichen Richtlinien halten, so werden Grauzonen bis aufs letzte ausgenutzt und die moralische und ethische Verantwortung direkt über Bord geworfen. Ihr dürft mich hier nicht falsch verstehen, jeder hat ein Recht darauf Produkte zu vertreiben, zu vermarkten und sich auf dem Markt zu positionieren. Dabei kommt es wie eben schon erwähnt, aber immer darauf an wie der ganze Vertrieb gehandhabt wird.

Zusammensetzung

Eines der einfacheren Merkmale um gute Produkte zu erkennen, ist es, sich die Zusammensetzung genauer anzuschauen. Gute Hanfprodukte bestehen aus Hanf und aus nichts anderem. Wenn schon als Basis-Öl auf Olivenöl, Kokosöl oder andere Fette zurückgegriffen wird, dann ist dies für mich ein absolutes K.O.-Kriterium. Werden keine Angaben zu Inhaltsstoffen gemacht, dann ist auch dies ein weiteres Ausschlusskriterium. Spezielle Mengenangaben, die sonst keiner nutzt, sollen ähnlich wie das Weglassen von Angaben für eine „nicht Vergleichbarkeit“ der unterschiedlichen Produkte sorgen.

Preis/Leistung

Will man einfach irgendein Produkt, dann findet man auch eines in niedrigeren Preisklassen. Wenn man wissen möchte, warum bestimmte Marken teurer als andere sind, dann hat dies unterschiedliche Gründe. Bio-Qualität, Nachhaltigkeit und eine faire Bezahlung kosten einfach Geld. Der Preis ist deshalb immer nur im Kontext zu den anderen Punkten bewertbar. Denn auch ein ganz schlechtes Produkt, kann durch passende Werbung oder wenn ein bestimmter Name dahinter steckt, sehr teuer verkauft werden.

Siegel und Zertifizierung

Wer seine Produkte als Bio-, Öko- oder anderweitig zertifiziert anpreist, muss diese Aussagen auch belegen können. Wer das nicht kann, macht sich sogar strafbar. Generell würde ich nur auf Produkte mit dem Biosiegel des Herstellungslandes zurückgreifen, da nur so auch gewährleistet ist, dass bestimmte Qualitätsansprüche in der Herstellung und im Vertrieb auch zumindest überprüfbar sind. Nicht jedes Siegel hat auch echte Bedeutung und von Land zu Land gibt es da auch viele Unterschiede. Deshalb achtet immer darauf, dass es sich auch um die Echten handelt.

Persönliches Fazit

Die Entscheidung für ein CBD Produkt sollte nie nur vom Preis abhängen. In der großen Masse der angebotenen Öle und Extrakte gibt es doch deutliche Qualitätsunterschiede.  Für mich kommt ein gutes CBD-Produkt von einem bio-zertifiziertem Hersteller, der sich ganz transparent hinter die Kulissen schauen lässt. Ein gutes CBD-Produkt enthält nichts weiter als Bestandteile des Hanfes und benötigt keine Zusätze.

Unseriös

Um ein unseriöses Unternehmen zu erkennen, benötig es schon einen Blick über die Produkte hinaus – denn gerade an der Art der Vermarktung, lässt sich oft erst erkennen mit wem man es da zu tun hat. Dabei kann man diese Art von Vertrieblern (ob nun als Einzelunternehmer oder mit großem Geschäft dahinter) in drei Kategorien einteilen: Die Lauten, die Extremen und die Penetranten.

Die Lauten:
Sie sitzen massenhaft an ihren Rechnern oder Handys und durchforsten die sozialen Netzwerke nach Möglichkeiten andere Mitbewerber schlecht zu reden. Die Lauten sind immer da – quasi omnipräsent – und wie ihre Bezeichnung schon sagt, sind sie dabei sehr laut. Diese Vertreter ihrer Art fallen wirklich nur durch eine nicht kritikfähige Kommunikationsweise auf, denn auf Kritik werden sämtliche Anhänger mobilisiert um jede nicht positive Meinung mit einem Shitstorm zu übertönen. Dabei nehmen es die Lauten nicht immer so ernst mit der Wahrheit, weshalb fundierte und bewanderte Infos eigentlich eher die Seltenheit sind. Die Lauten legen keinen großen Wert auf eigene Inhalte – die brauchen sie nicht, eben weil sie eher lauthals andere schlecht machen um sich selbst als unglaublich gut darzustellen.

Die Extremen:
Mit Systemkritik versuchen die Extremen ihren Verkauf anzukurbeln. Dabei bedienen sich diese Händler oft einem stark populistischen oder verschwörungstheoretischem Vokabular. CBD heilt alles, die Pharmaindustrie ist abgrundtief böse und die Politik ist ja sowieso an allem schuld. Die Extremen posten in der Regel nur Fremdinhalte und unterstreichen diese durch eine ordentliche Portion „Ich hab’s doch gesagt“. Alles andere als angenehm wie ich finde.

Die Penetranten:
Die gefährlichsten unter den unangenehmen Vertrieblern sind, meiner Meinung nach, die Penetranten. Man könnte sie auch die Ahnungslosen, die Marionetten oder die Abgreifer nennen. So wie sich damals und auch heute noch die Vertreter von Versicherungs- und Finanzprodukten von Tür zu Tür geschlichen haben um die neuesten Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen, so arbeiten die Penetranten ein Profil nach dem anderen ab. Da wird nicht lang gefackelt- da gibt es eine private Nachricht und das direkte Kaufangebot ohne überhaupt danach gefragt zu haben. Mit echtem Fachwissen können die Penetranten in der Regel nicht auftrumpfen und nicht mal der Inhalt der selbst vertriebenen Produkte, ist diesen Menschen bekannt. Am schlimmsten ist, dass diese Personengruppe ihre Produkte als Allheilmittel anpreisen und sich gezielt auf Unwissende, Neulinge und schwer Kranke stürzen. Meiner Meinung nach müssten die alle sofort gemeldet werden.

Schlusswort

Augen auf beim CBD-Kauf! Zum Glück sind ja nicht alle so und die schwarzen Schafe sind meistens einfach nur lauter als die seriösen Unternehmen.
Mit diesem Beitrag sollte es euch nun möglich sein noch viel leichter herauszufinden,  welches Produkt auch wirklich gut ist und wovon ihr besser die Finger lassen solltet.

Euer Stephan

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