Leben mit Immundefekt / Hafer, Hanf und Cannabis

Selbstliebe brauch ich nicht !? - Zauberwort Akzeptanz !

Stephan

Liebe Leser/innen,

bitte nehmt mir die­sen Bei­trag nicht übel son­dern lest zuerst, was ich meine. Ich muss ein­fach wie­der mal meine große Klappe auf­ma­chen, sonst platze ich bald – und die­sen Fleck will kei­ner frei­wil­lig weg machen. Wo kommt eigent­lich die­ser Mas­sen­hype zum Thema »Selbst­liebe« her? Jeden Tag lese ich unge­wollt neue Schlag­zei­len und Bei­trags­vor­schläge über ein und das selbe Thema: Finde zu dir selbst; Lieb dich so wie du bist; Denk doch mal an dich; Was dir im Leben fehlt; und so wei­ter… Es spru­delt quasi aus allen pseu­do­the­ra­peu­ti­schen, selbst­phi­lo­so­phi­schen Erkennt­nis-Töp­fen, bezie­hungs­weise Köp­fen. Plötz­lich soll das Leben schön sein, wenn man sich doch nur end­lich selbst lie­ben wür­den täte, wol­len würde… Ich könnte kot­zen – und ja wirk­lich, mir wird schlecht, wenn ich stän­dig lesen muss, was in mei­nem Leben schief zu lau­fen scheint und wie ein­fach doch der Wan­del des Gan­zen in mir selbst zu fin­den wäre, würde ich mich doch end­lich nur mal ganz dolle selbst lieb haben.

Selbstakzeptanz ist doch viel wichtiger!

Ist es also wirk­lich sinn­voll den Gedan­ken von »Ich hab mich selbst lieb« zu ver­brei­ten oder wäre es nicht bes­ser, zu sagen »akzep­tiere dich so wie du bist«?! Die Akzep­tanz sei­nes eige­nen Selbst ist mei­ner Mei­nung nach die Essenz, die Per­fek­tion, die Krone, ja sogar das Wün­schens­wer­teste was eine mensch­li­che Exis­tenz errei­chen kann. Mit sich selbst im Rei­nen zu sein. Auf­hö­ren sich ein in men­schen­ge­machte Schub­la­den wie »Gut und Schlecht« zu kate­go­ri­sie­ren. Es ist wie es ist und wenn du es nicht ändern kannst, sollte es dich nicht noch zusätz­lich belas­ten. Es ist ja schließ­lich wie es ist und du kannst nichts tun, außer es hin­zu­neh­men und wei­ter zu machen. Sei kri­ti­sch zu dir selbst, aber im Sinne von Reflek­tion – und bewerte es nicht! Wenn du mit dem Ergeb­niss nicht zufrie­den bist, dann ver­su­che es beim nächs­ten Mal eben anders zu machen. Hast du keine Chance für ein nächs­tes Mal, dann kannst du es nicht ändern. Egal wie viel nega­tive Emo­tio­nen du auch durch­lebst, es wird sich nicht mehr ändern.

Du darfst!

Es ist erlaubt trau­rig zu sein. Es ist völ­lig legi­tim gefrus­tet oder wütend zu sein, denn dafür gibt es ja Gründe. Ja, das Leben ist manch­mal sehr unfair und manch­mal ist man auch rich­tig unglück­lich.
Dann aber bitte bewusst und mit gan­zem Her­zen. Diese Gefühle gehö­ren zu dir und machen dich mensch­lich. Die meis­ten Men­schen habe Angst davor sich ver­letz­lich zu machen, wenn sie ihre Emo­tio­nen zulas­sen. Immer­hin sind das die intims­ten Sor­gen und Ängste – sowas lässt man nicht ein­fach raus! Aber was raus muss sollte schnells­tens auch raus, sonst läuft das Fass über. Ner­ven­zu­sam­men­bruch, Burn-Out, Depres­sio­nen, Angst­stö­run­gen – Leben im Arsch!
Also lass es raus und schaffe dir ein siche­res Set­ting. Ver­trau dich einem gelieb­ten Men­schen an oder einer neu­tra­len Per­son der du ver­traust und lass Alles raus. Höre Musik, weine und schreie, schreibe auf was dich belas­tet und ver­brenne das geschrie­bene. Lass dich auch ein­fach mal in den Arm neh­men und flu­che. Dann atme tief durch, mach dir bewusst, dass die­ser Teil dei­ner Per­sön­lich­keit zu dir gehört, seine Daseins­be­rech­ti­gung hat und ein­fach ab und an mal selbst nach »Drau­ßen« will. Dann mach ein­fach wei­ter – es geht immer wei­ter.

Und Ich ??!

Ich selbst habe mich so ziem­lich akzep­tiert wie ich bin und dafür muss ich mich nicht  lie­ben. Es gibt vie­les was mir an mei­nem Kör­per nicht passt. Ers­tens bin ich zu klein und hab durch den Gewichts­ver­lust von 40 Kilo dop­pelt soviel Haut wie Ste­phan drin steckt. Meine Ohren mag ich auch nicht. Ach ja ganz wich­tig: Ich bin ja krank, ähm sogar schwer­be­hin­dert und, oh ja, ich küm­mer mich um meine blinde Mama. Meine Ver­gan­gen­heit ist Müll­ton­nen­fut­ter und irgend­wie hab ich ziem­lich derbe einen an der Waf­fel. Aber hey, ist okay – andere Sachen glei­chen das bestimmt wie­der aus und wie ich in die­sem Bei­trag nun schon so oft erwähnt habe »Wenn ich es nicht ändern kann, muss es mich auch nicht belas­ten«. Ich muss mich nicht selbst lie­ben. Es gibt mir viel mehr Kraft, wenn andere mich mögen wie ich bin. Wenn sie mich ver­ste­hen und mei­nen anders­ar­ti­gen Gedan­ken­gän­gen fol­gen kön­nen.
Wenn sie akzep­tie­ren, dass ich nicht immer so kann wie ich gern würde oder wie es von mir erwar­tet wird und mir zu ver­ste­hen geben, dass ich genauso wie ich bin ganz in Ord­nung zu sein scheine.

Und wie seht ihr das Alles ?
Schreibts in die Kom­men­tare

Euer Ste­phan

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